Stadtarchiv Althofen

Stadtarchiv Althofen am Salzburger Platz

Buchveröffentlichung 
Matucaium 2

 

Ende Mai 2025 veröffentlichten wir das zweite Buch der Reihe „Matucaium – Beiträge des Stadtarchivs Althofen zur Geschichte Althofens“, das auf 212 Seiten 24 Artikel zur Geschichte Althofens beinhaltet. Das beim Verlag Ploder erschienene Buch ist für 25 Euro bei Buch-Papier-Basteln-Spielwaren Schöffmann in der Kreuzstraße 24, 9330 Althofen oder bei Günther Jannach unter gjannach@edu.aau.at.  

Buchreihe Matucaium

Ausgewählte Archivalien und kleine Beiträge

1953 berichtete die Zeitung Neue Zeit, dass die Kärntner Landesgalerie „ein von Friedrich Amerling gemaltes Bildnis“ aus Privatbesitz erwerben konnte, das „einen bärtigen Mann im Profil, und zwar den Bürgermeister Mittinger von Althofen“ darstelle und von 1859 stamme.1

 

Das Bildnis befindet sich heute im Museum Moderner Kunst Kärnten, der Nachfolgeinstitution der Landesgalerie, wo das Stadtarchiv Althofen das Bild besichtigen und eine Fotokopie zur Veröffentlichung erstellen durfte, wofür wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Brigitte Kogler, Abteilung 'Sammlung, Personal' und Direktorin Christine Wetzlinger-Grundnig bedanken möchten.

 


Portrait von Friedrich Mittinger (1859) [Quelle: Museum Moderner Kunst Kärnten].

 

Der Maler Friedrich Amerling (1803 – 1887), von dem das Gemälde stammt, war in den 1830ern einer der gefragtesten Porträtisten Österreichs; Großbürgertum, Hochadel und das Kaiserhaus zählten zu seinen Kunden.2 Amerling zählt heute unumstritten zu den bedeutendsten österreichischen Malern der Biedermeierzeit.3

 

Das Portrait zeigt den ersten Althofener Bürgermeister Friedrich Mittinger (1805/06 – 1872)4,5 dessen fragmentarisch überliefertes Leben der folgende Artikel zusammenstellt.

 

Die frühe Zeit 1837 – 1850

 

Mittinger stammte aus Klagenfurt6 und war der Sohn eines k. k. Militärbeamten.7 In Althofen lässt sich Mittinger erstmals in einem 1850 erstellten Grundbucheintrag fassen, der verzeichnet, dass Mittinger am 15. Jänner 1837 eine „Realität“ in Althofen (Salzburger Platz 4, gegenüber vom ehemaligen Gasthaus Delsnig) erwarb,8 die laut Grundbuch unter anderem aus „Haus samt Stadel mit Stallungen, […] einem Stadel beym Wachthause“ und zwei Wiesen bestand.9 Das Haus selbst diente ihm als Wohnort.10 Zu jener Zeit war Mittinger als Steuereinnehmer tätig, erwarb nun aber mit dem Kauf das Recht, eine Weinschank zu betreiben, und wurde so Gastwirt.11 Die Gastwirtschaft gab Mittinger aber spätestens 1843 auf.12

 

Im April 1837 heiratete Mittinger Franziska Harnisch (1807 – 1870)13, und somit in die dritte Generation einer alteingesessenen und wohl auch angesehen Althofener Kaufmannsfamilie ein. Ihr Großvater,14 Simon Harnisch der Ältere (1720/21 – 1788)15, kam zwischen 1747 und 1751 in den Besitz des Riederhauses (Salzburger Platz 6),16 wo er als Kaufmann tätig war und später auch zum Ratsbürger aufstieg.17 Sohn Simon Harnisch der Jüngere (1763 – 1836)18, sein Sohn und Franziskas Vater, war ebenfalls Handelsmann und Ratsbürger.19 Nach dessen Tod im Jahr 1836 führte Alois Harnisch (1803 – 1865),20 Franziskas Bruder, das Geschäft als „Simon Harnisch Gemischtwaaren=Handlung“, wie es im Handelsadressbuch hieß,21 weiter. Alois Harnisch besaß um 1840 in Althofen vier Gebäude und 25 landwirtschaftliche Grundstücke.22 Auch Franziska Mittinger verfügte über Vermögen, steuerte sie doch 1837 über die Hälfte der Kosten für das Haus Salzburger Platz 4 bei, wofür sie, wie es der Ehevertrag verlangte, ins Grundbuch kam.23

 

1847 kaufte Mittinger eine weitere „Realität“, nämlich das Haus Salzburger Platz 2 (Gästehaus Pilz), damals bestehend aus zwei getrennten Häusern.24

 

Bürgermeisterzeit 1850 – 1858

 

Aufgrund der Revolution von 1848 schaffte Kaiser Ferdinand die Grundherrschaft in Österreich ab.25 Sein Nachfolger Franz Joseph erließ 1849 das „Provisorische Gemeindegesetz“,26 wodurch die politischen Gemeinden, wie wir sie heute kennen, als unterste Verwaltungsebene geschaffen wurden. Auf Basis dieses Gesetzes konstituierte sich im Oktober 1850 die Ortsgemeinde Althofen.27 Gewählt wurde der sogenannte Gemeindeausschuss,28 was unserem Gemeinderat entspricht, der dann den Bürgermeister wählte.29 Wählen konnte alles, was Steuern zahlte: Männer, Frauen, Kinder und juristische Personen wie beispielsweise Aktiengesellschaften.30 Sich wählen lassen, konnten aber nur Männer.31 Auch wählte man Personen und nicht Listen,32 wobei die Steuerleistung das Gewicht der Stimme bestimmte.33 Eine Wahlperiode sollte drei Jahre dauern.34 Allerdings ließ der Kaiser nach der Niederschlagung der Revolution nicht mehr wählen, sondern bestimmte 1854, dass die 1850 gewählten Mandatare weiter im Amt bleiben sollten, bis ein neues Gemeindegesetz verabschiedet wurde.35 Dieses neue Gesetz kam schließlich 1864.36

 

Der erste Beleg, dass Mittinger Bürgermeister von Althofen war, findet sich am 12. Oktober 1854,37 der letzte am 7. Dezember 1857.38 Für den 17. April 1858 ist bereits Josef Bein (1807 – 1865)39 als Bürgermeister belegt.40 Da aber 1853 nicht gewählt wurde und somit die Bürgermeister im Amt bleiben mussten, scheint es mir sehr plausibel, dass Mittinger bereits 1850 Bürgermeister war.

 

Warum der Gemeindeausschuss gerade Mittinger zum Bürgermeister wählte, mag an seiner Erfahrung in der Verwaltung gelegen haben, denn Mittinger war nicht nur Steuereinnehmer, sondern zumindest für ein Jahr auch Kämmerer, also Finanzverwalter, des Marktes Althofen.41

 

Welche Tätigkeit Mittinger nach 1850 ausübte (die Herrschaft Althofen gab es in dieser Form ja nicht mehr), ist mir nicht bekannt. Vielleicht wurde er aber als ehemaliger Steuereinnehmer in den Staatsdienst übernommen. Immerhin lebte in seinem Haus ein „k. k. Steueramtsdiener“ zur Untermiete.42 1855 verkaufte er das Haus Salzburger Platz 2,43 zwei Jahre später das Haus Salzburger Platz 4.44 Spätestens seit Ende Mai 1857 war er „Pächter unter der Firma ‚Simon Harnisch‘ Gemischtwaaren=Handlung in Althofen“, wie es im Handelsadressenbuch von Kärnten aus diesem Jahr aufscheint.45

 

Die späte Zeit 1858 – 1872

 

Mittinger engagierte sich auch nach 1858, also nach seinem Bürgermeisteramt, weiterhin in der Öffentlichkeit. So wurde ihm 1864 von der „k. k. Landesbehörde“ für seinen Tätigkeit „zur Hebung des Volksschulwesens in Kärnten […] öffentlich die verdiente Anerkennung ausgesprochen“, wie es im Amtsblatt der Klagenfurter Zeitung hieß.46

 

Im März 1865 starb Alois Harnisch, Mittingers Schwager und Besitzer des von Mittinger gepachteten Geschäftes, mit 62 Jahren. Es mag mit seinem Tod zusammenhängen, dass wenige Monate später, im November 1865, Mittingers Geschäft im Riederhaus, dessen Inhaber er spätestens jetzt war, in die Zahlungsunfähigkeit schlitterte.47 Im Jahr darauf wurden das Warenlager und eine Immobilie Mittingers zur Versteigerung freigegeben,48 im Oktober 1867 Gründe und Immobilien seiner Frau.49 Die Verkäufe seiner Frau könnten aber auch mit den Schulden ihres verstorbenen Bruders Alois Harnisch, dessen Erbin sie wohl war, zusammenhängen, da schon im September 1866 das Riederhaus aufgrund seiner Schulden gerichtlich zur Versteigerung freigegeben wurde.50 Am 26. Mai 1872 verstarb Mittinger im Alter von 66 Jahren in Althofen.51

 

Nachklang

 

Eines von Mittingers Kindern, nämlich Sohn Max (1842 – 1929),52 ging auch in die Gemeindepolitik (er war für eine Periode im Gemeindeausschuss).53 Max Mittinger war aber vor allem im Gemeindeleben aktiv, wie sein Nachruf in der Zeitung Freie Stimmen aus dem Jahr 1929 zeigt: „Herr Max Mittinger […] war Begründer der ersten Althofener Sängerrunde, langjähriger Schriftführer der Feuerwehr, und Mitglied aller Vereine. Zuletzt war er durch viele Jahre als Gastwirt ‚Zur Post‘ bestens bekannt. […] Die Bevölkerung wird Herrn Mittinger immer in gutem Andenken halten“.54

 

Günther Jannach (Oktober 2025)

 

Anmerkungen

 

1: Neue Zeit, 27. März 1953, S. 5.
2: Nach Rollig 2025, S. 11, die Amerlings „große Zeit“ in die 1830er verortete, lese sich Amerlings Porträtwerk „wie ein Who’s who der Habsburgerländer; […] das gehobene Bürgertum, die Hocharistokratie, sogar die Mitglieder des Kaiserhauses besuchten sein Atelier und standen ihm Modell“.
3: Nach Rollig 2025, S. 11 sei „die Bedeutung des Malers für die Kunst des 19. Jahrhunderts […] heute unumstritten“, wobei, so Grabner 2025, 17, „Amerlings Bedeutung für die österreichische Kunst […] vor allem in seinen Werken der 1830er-Jahre begründet“ liege.
4: Lebensdaten nach lib. mort. Althofen, V, 26. Mai 1872 starb Mittinger 1872 mit 66 Jahren.
5: Das undatierte und unsignierte Bild ist auf der Rückseite mit „AMERLING / BÜRGERMEISTER / MITTINGER, Kärnten / 1859“ bezeichnet.
6: Im lib. bap. Althofen, V, 2. Mai 1840 wurde Mittinger als „gebürtig in der Stadt Klagenfurt“ bezeichnet.
7: Mittinger war laut lib. matr. Althofen, II, 17. April 1837 Sohn des „Friedrich Mittinger, k. k. Militärbeamten“.
8: Das Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA), fol. 261 verzeichnete unter Hausnummer „38;32“, dass der „gegenwärtige Besitzer dieser Realität“, nämlich Friedrich Mittinger, „laut Kaufvertrag vom 15. Januar [1]837 […] diese Realität von Joseph Aicher erkauft“ habe. Laut Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA) war Joseph Aicher 1829 Besitzer der „Wohnung“ auf Prz. 37 mit der Hausnummer 41. Da Mittinger im lib. matr. Althofen, II, 17. April 1837 noch im selben Jahr als wohnhaft „im obern Markte“ 41 bezeichnet wird, ist die Identifizierung dieser Realität mit jener am Salzburger Platz 4 (Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA), Parzelle 37) meiner Meinung nach eindeutig.
9: Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA), fol. 264. Das das alte Wachthaus nach Amberger 1960 (SAA), s. v. Mitterer Markt 38 Haus Salzburger Platz 11 war, stand das Stallgebäude aus meiner Sicht angrenzend auf Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA), Parzelle 55, da eben diese Parzelle die im Franz. Kataster, Eigentümerverzeichnis Althofen v. 1842 (KLA) auch als Eigentum Mittingers aufscheint.
10: Bei Mittinger wurde sowohl bei seiner Heirat im 1837 (lib. matr. Althofen, II, 17. April 1837) als auch bei der Geburt seiner Kinder (lib. bap. Althofen, V, 28. Feber 1839, lib. bap. Althofen, V, 2. Mai 1840, lib. bap. Althofen, V, 3. Oktober 1843, lib. bap. Althofen, V, 7. Mai 1846) immer die Hausnummer 41 als Wohnort angegeben.
11: 1837 bezeichnete Pfarrer Mock Mittinger im lib. matr. Althofen, II, 17. April 1837 als „Steuereinnehmer beÿ der Herrschaft Althofen [und] bürgerlicher Gastwirth allhier“. Beide Realitäten besaßen, so Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA), fol. 244 u. 264, eine „reale Weinschankgerechtsame“, wobei eine gerechtsame nach DWb, 5, 3615 das „recht, vorrecht, ‚die gerechtigkeit […] oder freiheit, so einer hat etwas zu thun oder zu besitzen‘“ bezeichnete. Real wurde dieses Recht bezeichnet, weil es nicht an eine Person, sondern an eine Realität, also Haus oder Grund, gebunden war, wie sich aus den Darlegungen bei Stöger 2001, S. 96 erschließt.
12: Wurde Mittinger 1840 im lib. bap. Althofen V, 2. Mai 1840 noch als „Steuereinnehmer und bürgerl[icher] Gastwirth“ bezeichnet, war seine Berufsbezeichnung 1843 nur noch „Steuereinnehmer bei der Bezirks-Obrigkeit“.
13: Lebensdaten nach lib. bap. Althofen, 27. 9. 1807 und lib. mort. St. Veit, VII, 15. September 1870.
14: Der lib. bap. Althofen, 27. 9. 1807 wies bei der Geburt Franziskas „Simon Harnisch Kaufmann allhier“ als Vater aus, dessen Vater wiederum laut lib. bap. Althofen, I/2, 27. Dezember 1763 der Kaufmann Simon Harnisch war.
15: Laut lib. mort. Althofen, II, 23. Oktober 1788 starb Simon Harnisch im Alter von 67 Jahren im Haus Nr. 17. Seine Eltern stammten laut lib. matr. Althofen, Ib, 28. Oktober 1749 aus Žeje (Karlsdorf) im heutigen Slowenien.
16: Im Steuerregister v. Althofen (SAA), s. v. 1753 erscheint mit Simon Harnisch dem Älteren erstmals der Name Harnisch in Althofen, als er als Besitzer eines Hauses ausgewiesen wurde, das 1747 noch einem gewissen Jakob Miggitsch gehörte. Da Harnisch bereits 1751 im lib. bap. Althofen, I/2, 17. November 1751 als Bürger bezeichnet wurde, scheint es mir wahrscheinlich, dass er das Haus schon vor 1751 gekauft hat. Nun starb Simon Harnisch 1788 laut lib. mort. Althofen, II, 23. Oktober 1788 „in oppido 17“, was jene Hausnummer ist, für die der Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA) im Jahr 1829 die Parzellen 58 und 73 und als Besitzer „Simon (Kaufmann) Harnisch [den Jüngeren]“ ausgibt. So scheint mir die Identifizierung des Hauses von 1747 mit dem heutigen Riederhaus und dem gegenüberliegenden Haus (Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA), Parzelle 73 u. 58) plausibel.
17: Der lib. bap. Althofen, I/2, 17. November 1751 bezeichnete Harnisch als mercator, der lib. bap. Althofen, I/2, 27. Dezember 1763 bezeichnete Simon Harnisch den Jüngeren als „filius […] Domini Simonis Harnisch civis Senatoris et Mercatoris“, also als „Sohn […] des Herrn Simon Harnisch, Ratsbürger und Kaufmann“.
18: Die Lebensdaten erschließen sich aus lib. bap. Althofen, I/2, 27. Dezember 1763 und lib. mort. Althofen, IV, 20. April 1836.
19: Pfarrer Mock bezeichnete Harnisch im lib. bap. Althofen, II, 3. Juli 1803 im Jahr 1803 als „Handelsmann und Rathsverwanter“.
20: Der lib. mort. Althofen, V, 28. März 1865 verzeichnet sowohl Geburts- und Sterbejahr des Simon Harnisch mit 1803 und 1865.
21: Klatzer 1857, S. 89.
22: Franz. Kataster, Eigentümerverzeichnis Althofen v. 1842 (KLA). Der Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA) leistet im Besitz von Harnisch ein als „Waarenbehältniß“ bezeichnetes Gebäude, ein „Wirthschaftsgebäude“ und ein „Wohngebäude mit Hof“ in der Keltenstraße, alle drei heute abgekommen, sowie das Riederhaus, bezeichnet als „Wohnung, Hof u. Wirtschafthsgebäude“.
Zei „Harnischkeuschen“ genannten Häuser (Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA), Parzellen 67 u. 69) standen in der Keltenstraße, dazu kam das Riederhaus (Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA), Parzelle 58 u. 73)
23: Laut Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA), fol. 265 wurde „am 14. September [1]837 […] der zwischen Fried[rich] Mittinger und Franziska M[it]t[in]g[er] Harnisch geschaffene Ehevertrag vom 16. April [1]837 [über 1.800 Gulden] intabuliert“.
24: Laut Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA), fol. 241 f. gehörte die aus zwei Häusern bestehende Realität vor Mittinger Mathias Stangl, wobei laut Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA) Matthias Stangel 1829 die Prz. 39 und 40 gehörten. Aus meiner Sicht entspricht dies der heutigen Prz. .39, also dem Salzburger Platz 2.
25: Patent v. 7. September 1848.
26: RGBl. 1849, Nr. 170.
27: Gemäß Wiener Zeitung, 29. September 1850, S. 3 hatte sich die Gemeinde Althofen Ende September noch nicht konstituiert. Eine Bekanntmachung in der Klagenfurter Zeitung, Amtsblatt, 31. Oktober 1850, S. 3, gezeichnet mit „Marktgemeinde-Vorstehung Althofen am 21. Oktober 1850“, zeigt, dass sich die Gemeinde schon vor dem 21 Oktober 1850 konstituiert hatte.
28: RGBl. 1849, Nr. 170, §36.
29: RGBl. 1849, Nr. 170, §58.
30: RGBl. 1849, Nr. 170, §31 u. §33.
31: RGBl. 1849, Nr. 170, §35.
32: RGBl. 1849, Nr. 170, §51.
33: RGBl. 1849, Nr. 170, §37.
34: RGBl. 1849, Nr. 170, §66.
35: RGBl. 1854, Nr. 46.
36: Knt. LGBl. 1864, Nr. 5.
37: In der Klagenfurter Zeitung, 12. Oktober 1854, S. 8 wurde „Friedrich Mittinger, Bürgermeister zu Althofen“ genannt.
38: In der Klagenfurter Zeitung, 4. Dezember 1857, S. 2 wurde „Friedrich Mittinger, Bürgermeister zu Althofen“ genannt.
39: Lebensdaten nach lib. matr. Althofen, III, 4. April 1842 und lib. mort. Althofen, V, 17. Juli 1865.
40: Alth. Kammeramtsrechnungen (Stadtarchiv Althofen), a. 1858.
41: Alth. Kammeramtsrechnungen (Stadtarchiv Althofen), a. 1843.
42: Nach lib. bap. Althofen, VI, 17. August 1851 wohnte im Jahr 1851 ein gewisser „Sammer Samuel, k. k. Steueramtsdiener“ in Oberer Markt Nr. 41.
43: Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA), fol. 241.
44: Amberger 1960 (SAA), s. v. Mitterer Markt 42.
45: Klatzer 1857, S. 89, wobei das Vorwort „Ende Mai 1857“ verfasst wurde.
46: Klagenfurter Zeitung, 15. März 1864, S. 5.
47: Am 8. November 1865 leitete das „k. k. Landes- und Handelsgericht in Klagenfurt […] aufgrund der angezeigten Zahlungseinstellung […] über das gesamte bewegliche und […] unbeweglich Vermögen des Herrn Friedrich Mittinger, Handelsmann in Althofen, das Ausgleichsverfahren“ ein, wie die Klagenfurter Zeitung, 9. November 1865 berichtete.
48: Im März 1866 musste Mittinger laut Gerichtsbeschluss zur Begleichung seiner Schulden sein Warenlager im geschätzten Wert von 1.500 Gulden, wenn nötig auch unter seinem Wert, verkaufen, wie die Klagenfurter Zeitung, 18. März 1866, S. 5 berichtete. Im Sommer wurde sein Stadel im Wert von 250 Gulden laut Klagenfurter Zeitung, 24. Juni 1866, S. 5 versteigert.
49: Klagenfurter Zeitung, 11. Oktober 1867.
50: Klagenfurter Zeitung, 16. September 1866.
51: lib. mort. Althofen, V, 26. Mai 1872.
52: Lebensdaten nach lib. mort. Althofen, VIII, 5. Juni 1872.
53: Laut Unterkärnt. Nachrichten, 3. Juli 1907, S. 6 wurde er 1907 in den Gemeindeausschuss gewählt.
54: Freie Stimmen, 12. Juni 1929, S. 6.
55: Das Protokoll ist undatiert, allerdings endeten nach Bäck 2013, S. 10 endeten „1841/1842 [...] grosso modo die Revisionsarbeiten“ am Kataster. Da Friedrich Mittinger bereits als Bauparzellenbesitzer aufscheint, dieser aber erst 1837 die ersten Parzellen erwarb, sollte die späte Datierung gerechtfertigt sein.

 

Quellen und Literatur

 

Alth. Kammeramtsrechnungen (Stadtarchiv Althofen) = Stadtarchiv Althofen: Regesten der Althofener Kammeramtsrechnungen Markt Althofen, Mappe 1, 1558 ff = Kärntner Landesarchiv: Markt Althofen, fasc. 3, 39 ff.
Amberger 1960 (SAA) = Amberger, E.: Häuserchronik – Häuser in Althofen und deren Besitzer, um 1960. In: Stadtarchiv Althofen: KaAmb2.
Bäck 2013 = Bäck, R.: Die Katastralgemeinde als Basis der Grundbesteuerung. In: Rumpler, H. (Hg.): Der Franziszeische Kataster im Kronland Kärnten – 1823-1844, Klagenfurt 2013, S. 9 – 18.
DWb = Grimm, Jacob u. a.: Deutsches Wörterbuch, 32 Bde, Leipzig 1852–1960.
Grundbuch d. Bezirksgericht Althofen (SAA) = Kärntner Landesarchiv: Bezirksgericht Althofen, Hs. 141.
Franz. Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen v. 1829 (KLA) = Kärntner Landesarchiv: Franziszeischer Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen, Wolfsberg 1829.
Franz. Kataster, Eigentümerverzeichnis Althofen v. 1842 (KLA) = Kärntner Landesarchiv: Franziszeischer Kataster, Bauparzellenprotokoll Althofen, Wolfsberg 1842.
Grabner 2025 = Grabner, S.: Friedrich von Amerling und die vielen Seiten des Portraits. In: Rollig, S. et al.: Friedrich von Amerling – Werkverzeichnis der Gemälde, Berlin 2025, S. 16 – 29.
Klagenfurter Zeitung = Klagenfurter Zeitung, Klagenfurt 1784 – 1951.
Klatzer 1857 = Klatzer, M.: Handels-Adressen-Buch von Kärnten, Villach 1857.
Knt. LGBl. = Landesgesetzblatt für Kärnten 1850 ff.
lib. bap. Althofen = Diözesanarchiv Gurk: Taufbuch, Althofen 1674 ff.
lib. matr. Althofen = Diözesanarchiv Gurk: Heiratsbuch, Althofen 1625 ff.
lib. mort. Althofen = Diözesanarchiv Gurk: Sterbbuch, Althofen 1643 ff.
lib. mort. St. Veit = Diözesanarchiv Gurk: Sterbbuch, St. Veit an der Glan 1708 ff.
Neue Zeit = Neue Zeit – Organ der Sozialistischen Partei der Steiermark, Graz: 1945 – 2001.
Patent v. 7. September 1848 = Patent vom 7. September 1848. In: Seiner Majestät Kaiser Ferdinand des Ersten Gesetze und Verordnungen vom 1. Jänner 1842 bis 2. Dezember 1848, 2, Wien 1853, S. 658 – 659.
RGBl. = Reichsgesetzblatt 1849 – 1918.
Rollig 2025 = Rollig, S.: Vorwort. In: Rollig, S. et al.: Friedrich von Amerling - Werkverzeichnis der Gemälde, Berlin 2025, S. 11 – 13.
Steuerregister v. Althofen (SAA) = Amberger, E.: Transkript Steuerregister Markt Althofen von 1538 – 1700, 1700 – 1764, u. 1808 – 1817 (Kärntner Landesarchiv: Markt Althofen, Steuerregister fasc. 17, Nr. 50; Steuerregister fasc. 15, Nr. 78). In: Stadtarchiv Althofen, Mappe 2, 3. u. 10.
Stöger 2001 = Stöger, G.: Sekundäre Märkte? – Zum Wiener und Salzburger Gebrauchtwarenhandel im 17. und 18. Jahrhundert, Wien et al. 2001.
Unterkärnt. Nachrichten = Unterkärntnerische Nachrichten (vormals Lavanttaler Bote), Wolfsberg 1905 – 1912.
Wiener Zeitung = Wiener Zeitung, Wien 1780 ff.

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Althofen, 12. April 2025